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Inhalt

Über das Projekt

Die Projektplattform „#Zahor – Erinnern für die Zukunft“ vereint diverse Kultur- und Bildungsakteure aus der Metropolregion Rhein-Neckar und dem Kraichgau, um jüdisches Leben und jüdische Kultur in der Region öffentlichkeitswirksam zu präsentieren, dauerhaft sichtbar zu machen und einen eigenständigen Zugang zur regionalen jüdischen Geschichte, Kultur und Gegenwart zu ermöglichen.

»Zahor – Erinnern für die Zukunft«  wird den vielfältigen Beitrag von Jüdinnen und Juden zum gesellschaftlichen Leben – auch anhand persönlicher Geschichten – für die Öffentlichkeit darstellen. Ein zentraler (und namensgebender) Bestandteil des Bündnis-Projekts ist der 2018 produzierte Kurzfilm „Zahor – Erinnere dich“, in dem Ilay Elmkies, israelischer Nationalspieler und Fußballprofi der TSG Hoffenheim, die Lebensgeschichte der zwei jüdischen Zeitzeugen Menachem und Fred Mayer aus Hoffenheim erzählt.

Das Bündnis-Projekt bezweckt die Entwicklung weiterer moderner pädagogischer (Online-)Angebote zu regionalem jüdischen Leben in der Vergangenheit und Gegenwart unter aktiver Einbeziehung von Schüler_innen, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Pädagog_innen. Später werden diese Angebote auf zahor.centropa.org bereitgestellt und sollen im schulischen und außerschulischen Bildungskontext eingesetzt. So soll eine gesellschaftliche Auseinandersetzung und eine aktive Erinnerungskultur mit jüdischem Leben gefördert werden.

Die Projektplattform „#Zahor: Erinnern für die Zukunft“ wird unterstützt durch Dietmar Hopp und seine Stiftung.

Über Centropa

Der gemeinnützige Geschichtsverein Centropa ist ein internationales Team von Historiker_innen, Filmemacher_innen, Journalist_innen und Pädagog_innen mit Büros in Wien, Hamburg, Budapest und Washington.

Er wurde im Jahr 2000 gegründet als Institut zur Erforschung und Dokumentation jüdischen Lebens in Ost- und Mitteleuropa mit dem Ziel, europäisch-jüdische Familiengeschichten für nachfolgende Generationen digital zu bewahren. Im Gegensatz zu anderen Interview-Projekten setzte Centropa kein Video ein, sondern bat die jüdischen Zeitzeug_innen, ihre Familienfotos zu teilen – die Centropa digitalisierte und zusammen mit den sie begleitenden Geschichten auf eine frei zugängliche Datenbank unter www.centropa.org stellte. Zudem konzentrierten sich die Interviews, die Centropa führte, nicht ausschließlich auf den Holocaust, sondern dokumentierten jüdisches Leben im gesamten 20. Jahrhundert – vor, während und nach der nationalsozialistischen Herrschaft. Bis 2010 sammelte Centropa 1.200 Lebensgeschichten und über 20.000 Familienfotos. Die Biographien können Besucher_innen auf der Webpage in Englisch (die deutschsprachigen Interviews auch in deutscher Sprache) nachlesen.

Zudem bietet Centropa kostenlose Unterrichtsmaterialien (Kurzfilme, Ausstellungen, Fotos, Unterrichtseinheiten von LehrerInnen für LehrerInnen) auf Grundlage seines Interviewarchivs mit jüdischen Holocaustüberlebenden in Mittel- und Osteuropa sowie dem Balkan zu den Themen jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts, Holocaust, Zivilcourage, Flucht und Vertreibung an und veranstaltet regelmäßig Fortbildungen für Pädagog_innen und Zivilgesellschaftsakteure.

Team

Ninja Stehr studierte Geschichte an der Universität Hamburg mit Schwerpunkt auf Medien-, Geschlechter- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Nach ihrem Masterabschluss absolvierte sie ein Volontariat in einem Berliner Studio für Ausstellungskonzeption im Bereich Museumspädagogik und Redaktion. Seit März 2020 unterstützt sie das Bildungsprogramm bei Centropa und ist für den Social-Media-Auftritt sowie die Internetseiten von Centropas Projekten „Trans.History“, „Multimediales Erinnern in Russland und Belarus“ und Centropas „AudioWalks“ verantwortlich. Bei „#Zahor – Erinnern für die Zukunft“ betreut sie gemeinsam mit der Agentur für Jüdische Kultur die Social-Media-Kanäle.

stehr@centropa.org

Ninja Stehr

Ninja Stehr studierte Geschichte an der Universität Hamburg mit Schwerpunkt auf Medien-, Geschlechter- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Nach ihrem Masterabschluss absolvierte sie ein Volontariat in einem Berliner Studio für Ausstellungskonzeption im Bereich Museumspädagogik und Redaktion. Seit März 2020 unterstützt sie das Bildungsprogramm bei Centropa und ist für den Social-Media-Auftritt sowie die Internetseiten von Centropas Projekten „Trans.History“, „Multimediales Erinnern in Russland und Belarus“ und Centropas „AudioWalks“ verantwortlich. Bei „#Zahor - Erinnern für die Zukunft“ betreut sie gemeinsam mit der Agentur für Jüdische Kultur die Social-Media-Kanäle.

Maximilian studierte Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität und erhielt seinen Master in Holocaust Studies am Touro College Berlin. Von 2009 bis 2015 arbeitete am Center für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität für die multimedialen Oral History-Archive „Zwangsarbeit 1939-1945. Erinnerungen und Geschichte“ und „Zeugen der Shoah“ und half bei Organisation und Durchführung der jährlichen CeDiS Summer Schools. Als historischer Berater unterstützte Maximilian die preisgekrönte Webdoku „Im Märkischen Sand“ (imidoc.net) über die Erschießung von italienischen Zwangsarbeitern in Treuenbrietzen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Seit August 2017 arbeitet Maximilian für Centropa. Er koordiniert die Projekte in den Ländern der östlichen Partnerschaft und in Deutschland und ist für Programmentwicklung und Fundraising zuständig. Im Projekt „#Zahor – Erinnern für die Zukunft“ übernimmt er die Projektleitung.

schoeler@centropa.org

Maximilian von Schoeler

Maximilian studierte Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität und erhielt seinen Master in Holocaust Studies am Touro College Berlin. Von 2009 bis 2015 arbeitete am Center für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität für die multimedialen Oral History-Archive „Zwangsarbeit 1939-1945. Erinnerungen und Geschichte“ und „Zeugen der Shoah“ und half bei Organisation und Durchführung der jährlichen CeDiS Summer Schools. Als historischer Berater unterstützte Maximilian die preisgekrönte Webdoku „Im Märkischen Sand“ (imidoc.net) über die Erschießung von italienischen Zwangsarbeitern in Treuenbrietzen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Seit August 2017 arbeitet Maximilian für Centropa. Er koordiniert die Projekte in den Ländern der östlichen Partnerschaft und in Deutschland und ist für Programmentwicklung und Fundraising zuständig. Im Projekt „#Zahor – Erinnern für die Zukunft“ übernimmt er die Projektleitung.

Magda studierte polnische und englische Philologie und Judaistik an der Palacký-Universität Olomouc und Jewish Studies an der Central European University in Budapest. Bei Centropa arbeitet sie seit Anfang 2018 als Logistikkoordinatorin, hilft bei der Organisation der europäischen Seminare sowie der jährlichen Centropa Summer Academy und im Bereich Finanzen. Neben ihrer Arbeit für Centropa arbeitet Magda als freiberufliche literarische Übersetzerin mit dem Schwerpunkt Young Adult Literature. Sie spricht fließend Tschechisch, Englisch, Deutsch, Polnisch und Italienisch und hat fortgeschrittene Kenntnisse in Ukrainisch, Jiddisch und Portugiesisch. Im Zahor-Projekt ist Magda für Budget und Buchhaltung zuständig.​

farnesi@centropa.org

Tina hat einen Abschluss in Eventmanagement von der Manchester Metropolitan University mit Schwerpunkt auf kulturellen Veranstaltungen. Im Rahmen ihres Studiums organisierte Tina Wohltätigkeitsveranstaltungen für die Universität und Kultur- und Bildungsveranstaltungen für die Jewish Society. Nach Abschluss ihres Studiums verbrachte Tina ein Jahr als JDC Entwine Yesod Fellow in Tallinn, Estland, wo sie Programmplanung und Bildungsberatung des JCC unterstützte. Seit 2018 arbeitet Tina für das Centropa-Büro in Budapest. Im Zahor-Projekt ist sie verantwortlich für die Koordination der deutsch-israelischen Bildungs- und Austauschprogramme.

hemera@centropa.org

Fabian Rühle wuchs in Ost-Berlin auf und wanderte 1988 mit seiner Familie nach West-Berlin aus. Er studierte an der FU Berlin und an der Rutgers University, New Jersey und erhielt seinen M.A. in Nordamerikastudien und Neuer Geschichte. Vor seiner Tätigkeit für Centropa arbeitete er u.a. für das American Jewish Committee Berlin. Seit 2008 leitet er Centropas europäisches Bildungsprogramm, das von über 1000 Pädagogen und Pädagoginnen in 20 Ländern eingesetzt wird. Neben der Entwicklung von (digitalen) Bildungsmaterialien organisieren Fabian und das Centropa-Team in Hamburg Fortbildungsseminare in ganz Europa. Fabian ist zudem für die Beantragung und Verwaltung von Fördermitteln auf europäischer Ebene zuständig. Im Projekt „#Zahor – Erinnern für die Zukunft“ ist er als Projektleiter tätig.

ruehle@centropa.org

Partner

Seit 12 Jahren macht die Agentur für jüdische Kultur jüdische Kultur und Geschichte vor allem in der Rhein-Neckar-Region für Jugendliche und Erwachsene erlebbar. Sowohl im Schulischen als auch Außerschulischen sind Manja Altenburg und Esther Graf aktiv: u. a. im Organisationsteam jüdischer Kulturtage, in der Durchführung von Projektwochen & Schulcurriculumstagen „Jüdischer Kultur“, beim „Menachem & Fred Wanderweg“. Hier und in der Erwachsenenbildung kooperieret die Agentur für jüdische Kultur u.a. mit dem Abrahamischen Forum, Jüdisches Leben Kraichgau, Jüdische Gemeinde Mannheim & Jüdische Kultusgemeinde Heidelberg, Ev. Kirche Mannheim, Forum der Religionen Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Mehrgenerationenhaus Heidelberg. Besondere Expertise haben Manja und Esther im Ausstellungswesen jüdischer Themen und seit 2020 auch im Bereich Virtuelles Museum und Digitales Kuratieren.

Das Projekt „#Zahor: Erinnern für die Zukunft“ unterstützen Manja und Esther als lokale Projektkoordinatorinnen, als historische Beraterinnen und als Workshopleiterinnen.

Die Albert-Schweitzer-Schule (ASS) ist eine hauswirtschaftlich-pflegerisch-sozialpädagogische Schule in Trägerschaft des Rhein-Neckar-Kreises, sie gehört zu den Partnerschulen der TSG Hoffenheim und kooperiert eng mit dem Verein Anpfiff ins Leben, der für die schulische und persönliche Betreuung, Bildung und Förderung der Jugendspieler der TSG Akademie zuständig ist. 

Michael Heitz, Diplompädagoge, Medienbeauftragter und Koordinationslehrer für Anpfiff ins Leben an der ASS, ist Fördermitglied bei Centropa und seit vielen Jahren Botschafter und regionaler Projektkoordinator für Centropas Bildungsprogramme in Deutschland. Er war maßgeblich an der Produktion des Films „Zahor – Erinnere dich“ und am Projekt „Menachem und Fred Wanderweg“ beteiligt. Im Projekt „#Zahor – Erinnern für die Zukunft“ ist Michael in die PR- und Netzwerkarbeit eingebunden und unterstützt das Centropa-Team logistisch und als historischer Berater.

Mit seiner Arbeit unterstützt das Fanprojekt Hoffenheim junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Ziel ist die Stärkung einer kreativen, an demokratischen Werten orientierten Fankultur. In den lebensweltbezogenen, offenen und freiwilligen Freizeit- und Bildungsangeboten erlernen junge Fans ein tolerantes und respektvolles Miteinander. Demokratische Werte werden verinnerlicht, Vorurteile abgebaut und sich mit Diskriminierung auseinandergesetzt. Soziale Kompetenzen werden gestärkt und soziale Teilhabe sowie gesellschaftliches Engagement gefördert. Delinquentes, diskriminierendes, gewaltförmiges und gesundheitsgefährdendes Verhaltens soll verringert werden. Zielgruppe sind dabei Fußballfans im Alter von ca. 14-27 Jahren. 

Das Fanprojekt Hoffenheim fungiert im Projekt „Zahor – Erinnern für die Zukunft“ als regionaler Netzwerkpartner.

 

Das Büro für Erinnerungskultur erarbeitet Ausstellungen, Publikationen sowie Gedenkstationen und bietet Workshops an im weiten Feld der Erinnerungskultur. Projekte mit Schulklassen im Rhein-Main-Gebiet (darunter „Erinnerungskultur vor Ort“, Ausbildung von SchülerGuides, AudioWalks zu jüdischen Erinnerungsorten in Darmstadt) und außerschulische Erinnerungsarbeit (Poster-Mappe „Meinungsfreiheit“ für Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Fanprojekte mit dem Eintracht Frankfurt Museum, Zeitzeugenprojekt „Erinnerungen einer Stadt“) gehören zu den Schwerpunkten ebenso wie Fortbildungen für Lehrende in Kooperation mit unterschiedlichen Partnern (darunter Centropa, Hessisches Landesarchiv, Deutsches Polen-Institut, Hessische Landeszentrale für politische Bildung), auch über Ländergrenzen hinweg (Ukraine, Republik Moldau, Belarus). Das Büro für Erinnerungskultur verfügt über reichhaltige Erfahrung in der Arbeit mit Zeitzeug_innen. Inhalte und deren Kommunikation werden im Arbeitsprozess immer zusammen gedacht. 

Christian Hahn unterstützt das Projekt „Zahor – Erinnern für die Zukunft“ bei der Erarbeitung und Durchführung des Workshoprogramms.

Der Verein „Alte Synagoge e.V. – Mahnmal des Friedens“ wurde 1992 gegründet mit dem vorrangigen Ziel die unter Denkmalschutz stehende ehemalige Synagoge in Steinsfurt zu erhalten. Das Gebäude soll als Dokumentations- und Begegnungsstätte genutzt werden. Die ehemalige Synagoge ist ein idealer Ort, um Wissen über jüdische Religion und jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart zu vermitteln. Insbesondere Schulklassen wird an diesem Ort der Begegnung und Kommunikation die Möglichkeit geboten, Projekte und Veranstaltungen durchzuführen und zu präsentieren. 

Jutta Stier, Vorsitzende des Vereins, ist historische Beraterin im Projekt „Zahor – Erinnern für die Zukunft“

Das Bekenntnis zur Region sowie die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung sind tief in der TSG Hoffenheim verwurzelt. In der erweiterten Rhein-Neckar-Metropolregion pflegt der Klub gezielte Kontakte zu vielen Organisationen und Gruppen, zum Teil in Kooperation mit hier ebenfalls engagierten Partnern. Das Ziel der TSG ist es, dabei auch benachteiligte Menschen mit einzubeziehen.  Die Fanbetreuung der TSG Hoffenheim ist das Bindeglied zwischen dem Verein und seinen Fans. Die Fanbetreuung fördert eine bunte, kreative und vielfältige Fankultur und ist hierbei der erste Ansprechpartner für Anliegen der organisierten und aktiven TSG-Fans, der offiziellen Fanclubs der TSG sowie allen weiteren TSG Fans. 

Die Fanbetreuung der TSG Hoffenheim, in Person von Carsten Lindwurm und Lukas Zülch, sind essentieller regionaler Netzwerk- und PR-Partner des Projekts „Zahor – Erinnern für die Zukunft“.

Das Wilhelmi-Gymnasium ist ein allgemeinbildendes Gymnasium in Sinsheim, das besonderen Wert darauf legt, dass die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen kreativen Fähigkeiten in die gemeinsame Arbeit einbringen und dass sie darin bestärkt, sich für andere einzusetzen, auch über den schulischen Rahmen hinaus. Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wendet sich das Wilhelmi-Gymnasium uns entschieden gegen Rassismus und Ausgrenzung und fördern diese Haltung der Toleranz nachhaltig. Das Wilhelmi-Gymnasium liegt im Zentrum einer großen, ländlich geprägten Region. Es möchte die Verbundenheit der Schülerinnen und Schüler mit ihrem Lebensraum fördern und vertiefen und sieht sich daher auch als Kulturträger. Die Schulgemeinschaft gestaltet in Zusammenarbeit mit Vereinen und Institutionen das sportliche, kulturelle und gesellschaftliche Leben vor Ort aktiv mit. 

Jutta Stier, Geschichts- und Religionslehrerin und Leiterin der Denkmal aktiv-AG, die sich in gemeinsamen Projekten mit Kooperationspartnern der Toleranz und Demokratieerziehung widmet, ist Netzwerkpartnerin und historische Beraterin im Projekt „#Zahor – Erinnern für die Zukunft“.

Mit der Albert-Schweitzer-Schule und dem Wilhelmi-Gymnasium aus Sinsheim unterstützen zwei lokale Bildungsinstitutionen aus dem DFB-Netzwerk Eliteschulen des Fußballs das Projekt „Zahor – Erinnern für die Zukunft“.

Unterstützer

Die Bundesregierung fühlt sich der jüdischen Gemeinschaft in besonderer Weise verpflichtet und wendet sich entschieden gegen Tendenzen des Vergessens oder Verschweigens des nationalsozialistischen Völkermordes an den Juden. Sie fördert die gesellschaftlichen Kräfte, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Wurzeln von Antisemitismus und Rassenhass zu beseitigen. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördern daher das vom Verein „321-2021: 1700 Jahre Jüdisches Leben“ initiierte Festjahr und die mit zahlreichen Kooperationspartnern implementierten Projekte des Vereins auf Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages mit insgesamt rund 22 Millionen Euro.

Das BMI fördert im Rahmen des Festjahres #1700JLiD das Centropa-Projekt „Zahor – Erinnern für die Zukunft“, das diverse Kultur- und Bildungsakteure aus der Metropolregion Rhein-Neckar und dem Kraichgau vereint, um jüdisches Leben und jüdische Kultur in der Region öffentlichkeitswirksam zu präsentieren und dauerhaft sichtbar zu machen.

Der DFL e.V. hat 2014 zur Intensivierung der präventiven Fanarbeit mit dem „Pool zu Förderung innovativer Fußball- und Fankultur“ (PFiFF), ein Instrument geschaffen, welches ausgewählte Projekte im Bereich Prävention & Sicherheit von und mit Fans ermöglichen soll. Durch PFiFF sollen breitenwirksame, nachhaltige Impulse zur Entwicklung von Projekten auf lokaler und auch nationaler Ebene gegeben werden. Die Förderthemen von PFiFF sind vielfältig, unterstützt werden vor allem Programme, die über die klassische Sicherheits- und Präventionsarbeit hinausgehen. Ziel ist es, Fans und Fußball nicht nur im Stadionumfeld zusammen zu bringen, sondern dass sich die Akteure auch abseits des Spieltags mit Themenfeldern beschäftigen, die relevant für ein gutes Miteinander sind. Dem PFiFF-Leitgedanken ‚Netzwerke bilden“ folgend, werden insbesondere innovative und nachhaltige Aktivitäten, Projekte und Maßnahmen gefördert, die den Förderdimensionen Fußballkultur, Geschichte des Fußballs, Fanarbeit, Toleranzentwicklung, Antidiskriminierung, lntegration, Gewaltprävention und Interkulturelle Begegnung zugeordnet sind.

PFiFF unterstützt das Projekt „Niemals vergessen/ N’oublie jamais – Fußballfans auf Spurensuche“.

Die zunehmende Bedrohung des gesellschaftlichen Zusammenhalts durch rechtspopulistische, rechtsextreme und nationalistische Kräfte äußert sich auch in Deutschland online und offline in einem zunehmend offenen und gewalttätigen Antisemitismus. Der rechtsterroristische Anschlag auf die Synagoge in Halle an Jom Kippur 2019 wurde dabei als Zäsur erlebt. Antisemitismus hat tiefgreifende Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft, denn er untergräbt demokratische Werte und Menschenrechte. Seine Bekämpfung macht ein gemeinsames Engagement für eine offene, plurale und solidarische Gesellschaft, in der jüdisches Leben selbstverständlich, erlebbar und sichtbar ist, notwendiger denn je. Bündnisse zwischen der jüdischen Community, anderen von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffenen Gruppen und der Mehrheit können dazu einen wirksamen Beitrag leisten. Mit ihrem Förderprogramm „Gemeinsam handeln – Bündnisse gegen Antisemitismus und für die Sichtbarkeit jüdischen Lebens in Deutschland stärken“ ermutigt die Stiftung EVZ die Zivilgesellschaft in Deutschland, Antisemitismus durch Bündnisse für eine vielfältige und solidarische Gesellschaft und für die Stärkung jüdischen Lebens auf lokaler oder regionaler Ebene mit konkreten Aktivitäten entgegentreten.

Die Stiftung EVZ unterstützt Centropas Bündnisprojekt „#Zahor – Erinnern für die Zukunft“, das mit jungen Fußballfans aus der Metropolregion Rhein-Neckar und dem Kraichgau in interaktiven Workshops erinnerungskulturelle Projekte zu jüdischen Fußballern und -funktionären aus der Region erarbeitet.

Im Jahr 2021 leben Jüdinnen*Juden nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands.

Aus diesem bedeutenden Anlass haben sich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und wichtige Institutionen zusammengeschlossen, um dieses Ereignis unter der Leitung eines eigens gegründeten Vereins zu begehen.

Unter dem Namen #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland werden bundesweit rund tausend Veranstaltungen ausgerichtet. Darunter Konzerte, Ausstellungen, Musik, ein Podcast, Video-Projekte, Theater, Filme …

Ziel des Festjahres ist es, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen.

Mehr erfahren auf
2021jlid.de

Presseberichte

Berichte über die Deutschlandpremiere von „Zahor – Erinnere dich“ wurden vom Verein Anpfiff ins Leben, einem unserer Projektpartner, sowie der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) veröffentlicht:

Beitrag der TSG zur Deutschlandpremiere von „Zahor – Erinnere dich“:

https://youtu.be/kzzQDdyipso

 

Berichte über Ilay Elmkies, israelischer Nationalspieler und Fußballprofi der TSG Hoffenheim, den Erzähler von „Zahor – Erinnere dich“ in der ZDF-Sportreportage und dem Online-Magazin „Israelnetz“: 

Der SWR sendete im Zusammenhang mit der Deutschlandpremiere von „Zahor – Erinnere dich“ in seinem Regionalsender Kurpfalzradio am 14. Juni 2018 den folgenden Beitrag: http://www.centropa.org/sites/default/files/SWR_Eberhard_Reuss_MP3.MP3

Auf der Homepage der TSG 1899 Hoffenheim ist eine Kurzreportage über den „Zahor – Erinnere dich“ online abrufbar: https://www.achtzehn99.de/aktuelles/news/ilay-elmkies-tsg-spieler-und-noch-viel-mehr/

Bericht zur Julius-Hirsch-Preisverleihung der TSG: https://www.tsg-hoffenheim.de/aktuelles/news/2021/08/tsg-nimmt-julius-hirsch-preis-entgegen/

Artikel des DFB zur Julius-Hirsch-Preisverleihung: https://www.dfb.de/news/detail/tsg-hoffenheim-akademie-mit-julius-hirsch-preis-2020-ausgezeichnet-230691/

Filmbeitrag des DFB zur Julius-Hirsch-Preisverleihung: https://youtu.be/TvM_tc1Mszo

Grußwort von Ilay Elmkies zur Julius-Hirsch-Preisverleihung: https://youtu.be/plfl_bh2oPw

Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung: https://zahor.centropa.org/wp-content/uploads/2021/10/RNZ_2021_07_30-Origineller-Projektansatz_Zahor.jpg

Artikel in der Heilbronner Stimme – Kraichgau Stimme: https://zahor.centropa.org/wp-content/uploads/2021/10/HST_Kraichgaustimme_2021_08_09_Zahor.pdf